Biographie – German

Elena Cheah, amerikanische Cellistin, studierte an der Juilliard School und an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei Boris Pergamenschikow. Ihre kammermusikalische Tätigkeit führte Elena schon zu den Aspen, Ravinia und Bellingham Festivals in den Vereinigten Staaten, zu mehreren renommierten Festivals in Europa wie z.B. dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Zagreb International Chamber Music Festival und nach Australien zu Tourneen bei der Agentur Musica Viva. Seit 2014 ist sie Mitglied des Stuttgarter Hegel-Quartetts.

Kammermusik spielte sie unter anderem mit Mitgliedern des New York Philharmonic Orchestras, der Lincoln Center Chamber Music Society, der Berliner Philharmoniker, und des Metropolitan Opera Orchestra. 2001 wurde sie Solocellistin des Orchesters der Deutschen Oper Berlin unter Christian Thielemann.

Drei Jahre später verließ sie diese Position, um sich weniger konventionellen musikalischen Interessen zu widmen, wie z.B. der instrumentalischen Rockband ihres Bruders, Cheah, und dem Trio Grand Cru (2003-2010), ein Klaviertrio mit einem Hauch Kleinkunst und einem Repertoire bestehend aus klassischer Filmmusik, Jazz- und Tangomusik. Auftritte gab es unter anderem in der Hamburger Laeiszhalle, der Berliner Philharmonie, der Bar jeder Vernunft in Berlin sowie beim Köstritzer Zeltfestival in Weimar. 2005-2006 und 2010-2011 spielte sie wieder konventionell als Solocellistin der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim.

Als gastierende Solocellistin ist sie bei mehreren renommierten Ensembles weltweit aufgetreten, unter anderem das Concertgebouworkest, das Mahler Chamber Orchestra, die Camerata Bern, das Orchester der Tonhalle Zürich, das SWR Symphonieorchester Baden-Baden und Freiburg und das Bach Collegium Stuttgart.

Von 2006 bis 2013 war Elena Professorin für Cello an der Akademie für Orchesterstudien der Barenboim-Said Stiftung in Sevilla, Spanien. In den Jahren 2010 bis 2012 unterrichtete sie auch an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart, seit 2014 ist sie Professorin für Violoncello an der Hochschule für Musik Freiburg.

Sie konzertierte als Solistin zuletzt mit dem Konzerthausorchester Berlin, dem Orquesta Sinfonica de Burgos, der Sinfonietta92 Berlin und dem English Chamber Orchestra. Sie war Dozentin und Gastlehrerin bei diversen Jugendorchestern und Festivals, unter anderem beim Young Euro Classic Festival, beim West-Eastern Divan Orchestra, beim Orquesta Nacional Juvenil de Guatemala, bei Aldeburgh Music und bei Danish Strings.

Als Schriftstellerin assistierte sie Daniel Barenboim 2007 beim Schreiben seines aktuellen Buchs, Klang ist Leben (Siedler Verlag, August 2008). 2009 erschien ihr eigenes Buch Die Kraft der Musik: Das West-Eastern Divan Orchestra (Edition Heidenreich/Bertelsmann Verlag, 2009, auch auf englisch und italienisch erhältlich), basierend auf ihrer Erfahrungen als Mitglied und Dozentin des arabisch-israelischen Jugendorchesters. Sie schreibt gelegentlich Artikel über musikalische Themen, wie zuletzt im Tablet-Magazin van und auch einen Blog. In den Semesterferien und konzertfreien Zeiten arbeitet sie auch an einem Roman, der vielleicht noch in diesem Jahrzehnt fertig wird.